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Skepsis und Enthusiasmus (Brigitte Rehme-Iffert) Schlegel, gemeinhin als ein genialischer Chaot mit sprunghaften Einfällen betrachtet, wird in diesem Band als Philosoph ernstgenommen. Von den ersten Anregungen, der Keimzelle seines philosophischen Ansatzes in Jena bis hin zu seinen für die Literaturkritik, Geschichtsphilosophie und Ästhetik wegweisenden Aufsätzen wird die Entwicklung seines Denkens rekonstruiert. Dabei ist es die Absicht der Arbeit zu zeigen, daß es eine charakteristische Grundstruktur in Schlegels Werken gibt, die sie wie ein roter Faden durchzieht. Der sogenannte "Wechselerweis" steht für eine Position, welche sich konsequent in der Mitte hält zwischen den Extremen der Sehnsucht nach einem Absoluten (Enthusiasmus) und dem Anzweifeln, ja Destruieren solch überhöhter Ansprüche (Skepsis). Dies kann als modern bezeichnet werden und zeigt seine Aktualität über den Bereich der theoretischen Philosophie hinaus, da auch Schlegels Stellungnahmen zu lebenspraktischen Themenbereichen wie dem Bildungsgedanken, dem Geschlechterverhältnis in Liebe und Ehe oder politischen Vorstellungen hierdurch gekennzeichnet sind. Aus diesem Grund geht die Autorin auf Spurensuche und verfolgt das Motiv der Grundstruktur des Schlegelschen Denkens, vergleichbar mit Variationen über ein Thema, nach. |
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