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Goethe und das Zeitalter der Romantik
(Hrsg. von Walter Hinderer)
Inhalt
Im Goethejahr fand vom 11. bis 14. November 1999 an der Princeton University in USA eine internationale und interdisziplinäre Konferenz statt. Renommierte Literatuwissenschaftler, Kunsthistoriker, Philosophen und Musikologen aus Amerika, Israel, Deutschland, Schweiz, England, Frankreich,Italien und den Niederlanden widmeten sich dem Rahmenthema "Goethe und das Zeitalter der Romantik". Die Vorträge demonstrierten aus verschiedenen Perspektiven wie intensiv der Dichter, Dramatiker, Romancier, Essayist, Staatsmann und Naturwissenschaftler Goethe auf seine Zeitgenossen gewirkt hat. Viele Ideen und Konzepte Goethes wurden von der jüngeren Generation, die man unter dem Etikett "Romantik" zusammenfasst, rezipiert und für ihr eigenes poetologisches Selbstverständnis erweitert und verändert. Obwohl Goethe in machen Äußerungen bestimmte Erscheinungen der Romantik mit harten Worten abgewertet hat, verfolgte er nichtsdestoweniger viele ihrer künstlerischen und intellektuellen Aktivitäten mit engagiertem Interesse. Die Beiträge in dem Band stellen aus einer komparatistischen Perspektive sowohl neue Ergebnisse über den Zusammenhang von Klassik und Romantik vor und präsentieren dabei überraschende Einsichten in das vielseitige Werk und seine Zeit, in der es entstanden ist. Zu den Hauptthemen gehören außer der Typologie des Klassisch-Romantischen, den philosophischen, literarischen, historischen und politischen Aspekten von Goethes Werk nicht zuletzt die Rollen, welche in diesem Zusammenhang die Künste und die Musik spielten.
I. Klassik und Romantik
Dieter Borchmeyer: Zur Typologie des Klassischen und Romantischen - Jacques Le Rider: War die Klassik farbenfeindlich und die Romantik farbengläubig? Von Lessings Laookon zu Goethes Farbenlehre und deren Nachwirkung - Günter Oesterle: Das Faszinosum der Arabeske um 1800 - Gerhard Neumann: "Mannigfache Wege gehen die Menschen". Romananfänge bei Goethe und Novalis - Ingrid Oesterle: "Es ist an der Zeit!" Zur kulturellen Konstruktionsveränderung von Zeit gegen 1800 - Wilhelm Voßkamp: "Jeder sey auf seine Art ein Grieche! Aber er sey's." Zu Goethes Romantikkritik in der Zeitschrift Ueber Kunst und Alterthum - Alexander von Bormann: "Sie grüßen den alten Held." Zur Goetherezeption in der Hochromantik
II. Philosophische und Literarische Perspektiven
Gabriel Motzkin: Goethe's Theory of Memory - Liliane Weissberg: Weimar and Jena: Goethe and the New Philosophy - David E. Wellbery: Goethes Lyrik und das frühromantische Kunstprogramm - Gabriele Brandstetter: Schreibszenen - Briefe in Goethes Wahlverwandtschaften - Manfred Osten: "Alles Veloziferisch": Goethes Ottilie und die beschleunigte Zeit - Stéphane Moses: "Natur! Natur!".Sigmund Freuds Goethe-Traum
III. Goethe und die Künste
Paolo Chiarini: "Alte Meister" in klassisch-romantischem Kontext. Goethe, Friedrich Schlegel und die ‚Deutsche Renaissance' - William Vaughan: Goethe, Line and Outline - Nicholas Boyle: Goethe's Later Cycles of Drawings -Cordula Grewe: Mignon als Allegorie des Poetischen: Goetherezeption und Kunsttheorie in der deutschen Malerei der Spätromantik - Dagmar Ottmann: Gebändigte Natur. Garten und Wildnis in Goethes Wahlverwandtschaften und Eichendorffs Ahnung und Gegenwart
IV. Goethe und die Musik
Christine Lubkoll: ‚Neue Mythologie' und musikalische Poetologie. Goethes Annäherungen an die Romantik - Dieter Borchmeyer: "Eine Art Symbolik fürs Ohr". Goethes Musikästhetik - Hans Jochaim Kreutzer: Über die Musik in Goethes Faust - Gioacchino Lanza Tomasi: Goethe-Lieder. A Challenge für Romantic Composers
V. Historische und Politische Aspekte
Marie-Claire Hoock-Demarle: Europa, die Frühromantik und der "europäische" Goethe - Walter Hinderer: Goethe und Amerika - Johannes Willms: Goethe und die Folgen
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